Kennt ihr Kombucha? Hier in Deutschland ist das fermentierte Tee-Getränk leider nicht so verbreitet. Das Gärgetränk wird aus gesüßtem Tee mit einem Kombucha-Pilz hergestellt. Es lässt sich mit verschiedenen Tees und Süßungsmitteln herstellen, schmeckt süßsauer und ist gut gekühlt eine tolle, gesunde Erfrischung.

Das Getränk kann man in gut sortierten Supermärkten zwar in Flaschen kaufen und wir mochten es eigentlich schon immer sehr gerne, allerdings ist der gekaufte Kombucha natürlich wärmebehandelt und wenn man es regelmäßig genießen möchte auch ziemlich teuer. Außerdem ist das Angebot hier ziemlich beschränkt, es gibt nur wenige verschiedene Sorten. Letztes Jahr in Thailand habe ich die Vielfältigkeit dieses Getränks kennen gelernt, dort gab es viele verschiedene Sorten mit verschiedensten Früchten und frisch zubereitet. Seit einigen Woche mache ich meinen Kombucha nun selbst und bin davon total begeistert! 🙂 Das Grundrezept ist super easy und man kann es nach Geschmack anpassen.

Was braucht man für die Kombucha-Herstellung? 
Für jeden Ansatz braucht ihr natürlich den Kombuchapilz und etwa 100-200 ml Ansatzflüssigkeit. Abgesehen davon braucht ihr ein feines Sieb, einen großen Glasbehälter (etwa 1,5 L Volumen) und ein luftdurchlässiges Tuch, das ihr mit einem Haushaltsgummie am oberen Rand des Behälters befestigen könnt. Für jeden Ansatz braucht ihr außerdem Zucker und den Tee, der nach Geschmack variieren kann. Gut geeignet sind z.B. Grüntee, schwarzer Tee oder Früchtetee.

Was ist noch zu beachten?
Es sollten keine aromatisierten Tees verwendet werden, sondern nur 100% reiner, natürlicher Tee.

Der Kombuchapilz braucht Zimmertemperatur, das Gefäß zur Fermentation also nicht in den Kühlschrank stellen.

Der Kombuchapilz sollte keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, daher das Gefäß abdecken oder an einen lichtgeschützen Ort z.B. in den Schrank stellen.

Durch die Gasentwicklung „rutscht“ der Pilz manchmal nach oben an die Teeoberfläche. Am besten den Kombucha ab und an im Auge behalten und den Pilz wenn nötig wieder in den Tee drücken, damit er an der Oberfläche nicht austrocknet. Kleine Blässchen sind aber auf jeden Fall ein gutes Zeichen und zeigen, dass die Gärung stattfindet.

Zutaten für je 500 ml Kombucha-Drink

Grundrezept für Kombucha

Orangen-Granatapfel-Holunder-Kombucha

  • 300 ml Kombucha aus Grüntee und schwarzem Tee
  • 200 ml naturtrüben Apfelsaft
  • 2 EL Holunderblütenssirup
  • 1/2 Granatapfel (Kerne)
  • 1 Bio-Orange

Erdbeer-Minz-Lemon-Kombucha

  • 350 ml Kombucha aus Rooibostee und Früchtetee
  • 1 Bio-Zitronen
  • 6 Bio-Erdbeeren
  • 1 Bund frische Minze
  • 150 ml Zitronensprudel

Zubereitung (25 Minuten + Ziehzeit für die Fermentation)

Das Grundrezept
Für den Kombucha einen Liter Tee kochen und abkühlen lassen. Ich mische gerne zwei Teesorten und gebe auf einen Liter Wasser fünf Teebeutel z.B. drei Teebeutel Grüntee und zwei Beutel Früchtetee. Auf einen Liter Tee fünf Esslöffel Zucker geben, von diesem „ernährt“ sich der Kombuchapilz. Nach der Fermentation beinhaltet das Teegetränk also weitaus weniger Zucker! Den gesüßten Tee gemeinsam mit 100-200 ml der Ansatzflüssigkeit und dem Pilz in ein große Glasgefäß geben. Mit Hilfe eines Haushaltsgummies das Gefäß mit einem luftdurchlässigen Tuch verschließen und für 5-10 Tage an einem lichtgeschützen Ort durchziehen lassen.

Je länger der Pilz im Tee ist, desto saurer wird das Getränk. Ich finde 7 Tage genau richtig, je nach Geschmack kann man es aber natürlich länger oder kürzer fermentieren. Nach 5-10 Tagen den Pilz herausholen und diesen unter fließendem Wasser abspülen. Den Tee durch ein feines Sieb geben. Nun können 100-200 ml des Getränks für den nächsten Ansatz genutzt werden und mit neuem gesüßtem Tee und dem Pilz erneut fermentiert werden. Der Pilz wächst mit der Zeit und wird dicker. Wenn er sehr dick wird, kann man ihn auch teilen und in einem weiteren Glas einen zweiten Kombucha ansetzen. Der Kombucha ist nun fertig und kann getrunken oder weiterverarbeitet werden.

Die zweite Fermentation
Durch eine zweite Fermentation mit Obst kann der Kombucha zusätzlich verfeinert werden. Hier kann alles ausprobiert werden, was schmeckt! 🙂 Wir haben zwei erfrischende Varianten für Euch ausprobiert und zusätzlich mit Sirup und Saft gemischt. In der zweiten Fermentation nimmt der Kombucha Farbe und Geschmack des beigefügten Obst an. Anders als die erste Fermentation sollte der zweite Durchgang mit Obst im Kühlschrank stattfinden. Der Kombucha wird einfach mit Obst in große Gläser oder ein Glasgefäß gegeben, ebenfalls mit einem luftdurchlässigen Tuch verschlossen und für zwei Tage in den Kühlschrank gestellt.

Orangen-Granatapfel-Holunder-Kombucha
Für diesen Drink haben wir einen Kombucha aus Grüntee und schwarzem Tee verwendet. 300 ml des Kombucha mit 200 ml naturtrüben Apfelsaft vermischen. Zwei Esslöffel Holunderblütensirup unterrühren. Die Kerne aus einem halben Granatapfel herausklopfen und hinzugeben. Eine Bio-Orange in Scheiben und anschließend in Viertel schneiden und mit in das Gefäß geben. Das Getränk im Kühlschrank zwei Tage ziehen lassen, anschließend sieben und gekühlt genießen.

Erdbeer-Minz-Lemon-Kombucha
Für diesen Kombucha-Drink haben wir einen Kombucha aus Rooibos- und Früchtetee verwendet. 350 ml des Kombucha in ein Gefäß geben.Die Bio-Zitrone in Scheiben schneiden und gemeinsam mit der Minze zum Kombucha geben. Erdbeeren halbieren und hinzugeben. Das Getränk im Kühlschrank wie beschrieben zwei Tage ziehen lassen, anschließend sieben und mit dem Zitronensprudel aufgießen und mit Eis servieren.

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