Irgendwie steh ich momentan total auf deftig belegte Baguettes, Sandwiches oder Bagels. Generell frühstücke ich, zumindest wenn am Wochenende Zeit dafür ist, gerne ausgiebig herzhaft. In der Woche wird es öfter nur ein Smoothie oder Overnight-Oats mit etwas Obst auf der Arbeit. Doch grade Sonntags stehe ich auch morgens schon gerne in der Küche, sei es nun für einen guten Rührtofu, Kichererbsen-Omelettes oder eben dick belegte Bagels… 🙂

Bei einem Besuch in Maastricht vor zwei Wochen landeten wir für eine kleine Stärkung in einem netten Café mit wirklich toller Auswahl an Bagels. Dieses Café hat mich zu diesem Rezept hier inspiriert. Und Tempeh habe ich schon seit Längerem für mich entdeckt und bin totaler Fan von den fermentierten Sojabohnen, die man hier in Deutschland ja eher selten auf der Speisekarte findet. Würzig mariniert und scharf angebraten ist es einfach ein köstlicher Brotbelag. Dazu frischer Salat, Sprossen und eine leckere Sauce und der optimale Start in den Tag ist gesichert! 😉

Die Basis der pikanten Sauce sind Cashewkerne. Diese sollten idealerweise  zuvor mindestens einige Stunden eingeweicht werden, damit sie sich anschließend leicht zu einer feinen Sauce pürieren lassen. Solltest du einen Hochleistungsmixer haben, kann auf das Einweichen auch verzichtet werden.

Tipp: Tempeh bekommt ihr im Bio-Supermarkt oder Asialaden. Auch die Sojasauce, gemahlene Chilis und frischen Koriander für dieses Rezept sind dort zu bekommen. 

Zutaten für 2 Bagels

Für den marinierten Tempeh

Für die pikante Knoblauchsauce

  • 100g Cashewkerne
  • 1 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Chili (gemahlen)
  • 1/2 TL Paprika (edelsüß)
  • 1/2 TL Senf
  • 1 EL Sojajoghurt
  • Salz und Pfeffer

Für die Bagels

  • 2 Bagels
  • etwas Öl zum Anbraten
  • 2 Hand voll Rucola
  • 1/2 Bund Koriander
  • 1 Avocado
  • ca. 50 g Radiesschensprossen

Zubereitung (30 Minuten + Zieh- und Einweichzeit)

Zunächst wird die Marinade für den Tempeh zubereitet. Dafür die Sojasauce mit Ahornsirup und Sesamöl gut miteinander vermischen. Knoblauchzehe schälen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Diese gemeinsam mit dem gemahlenen Chilipulver und (optional) einigen Tropfen Liquid Smoke zur Marinade hinzugeben. Den Tempeh in 10 gleich dicke Scheiben schneiden.

Marinade in eine verschließbare Dose füllen und den Tempeh hinzugeben. Dose verschließen und den Tempeh darin mindestens eine Stunde ziehen lassen. Der Tempeh kann gerne auch länger, z.B. über nacht, mariniert werden. So nimmt er den Geschmack und die Gewürze auf und erhält mehr Geschmack. Die Dose hin und wieder wenden, damit alle Scheiben des Tempeh gleichmäßig mariniert werden.

Die Cashewkerne sollten idealerweise zuvor in reichlich Wasser eingeweicht werden. Knoblauchzehe schälen und grob hacken. Cashewkerne abgießen und diese gemeinsam mit 75 ml Wasser in den Mixer geben. Knoblauchzehe, Chili, Paprikapulver, Senf und Sojajoghurt hinzugeben und alles auf höchster Stufe eine Minute lang pürieren bis eine cremige, feine Konsistenz entsteht. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Für später zur Seite stellen.

Die Bagels toasten oder kurz aufbacken, bis diese leicht gold-braun sind. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, die Tempeh-Scheiben aus der Marinade nehmen und darin kräftig anbraten. Zwischendurch wenden. Rucola und Koriander waschen und trocken schütteln.

Die Unterseiten der Bagels mit der Knoblauchsauce bestreichen. Etwas Koriander und je eine Hand Rucola darauf verteilen. Avocado halbieren, Kern entfernen. Die Hälften mit einem Esslöffel aus der Schale lösen und in Scheiben schneiden. Jeweils eine halbe Avocado in Scheiben auf den Bagel geben. Die Bagels mit jeweils fünf Scheiben angebratenen Tempeh belegen. Restliche Sauce über den Tempeh geben. Die Radiesschensprossen waschen, trocken tupfen und auf den Bagel geben. Bagels dann mit der Oberseite zuklappen.

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Sebastian
Sebastian

Lebt seit 2012 vegan. Hat Kommunikationsdesign studiert und arbeitet als Packaging-Designer in Aachen. Liebt Sushi, Avocado, Tattoos und Netflix. Interessiert sich außerdem für Fotografie, Städtereisen, Konzerte und Street-Food-Festivals.

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