(Werbung)  Wenn ihr uns schon länger verfolgt wisst ihr sicher, dass wir schon lange Kombucha-Fans sind und das gesunde, fermentierte Tee-Getränk auch gerne selber brauen. Bereits 2016 haben wir das erste Rezept für selbstgemachten Kombucha auf den Blog gestellt – seitdem hat sich viel getan und mittlerweile kann man auch in Deutschland im Bioladen und online immer mehr Kombucha kaufen. Nach einer kleinen Pause mit dem Selberbrauen haben wir endlich wieder damit angefangen und möchten in diesem Blog-Artikel die wichtigsten Fragen beantworten und die Basics erklären. Ganz egal, ob ihr noch nie von Kombucha gehört habt, oder ob ihr bereits in den Genuss gekommen seid und ihn endlich auch einmal selber herstellen wollt – hier seid ihr genau richtig! 🙂

Was ist Kombucha überhaupt?

Kombucha ist ein fermentiertes Teegetränk, das aus gesüßtem Tee mit einem Kombucha-Pilz  –auch SCOBY genannt– hergestellt wird. Scoby steht für symbiotic culture of bacteria and yeasts – eine Symbiose aus Bakterien und Hefen also. Kombucha lässt sich mit verschiedenen Tees und Süßungsmitteln herstellen, schmeckt süßsauer und ist gut gekühlt eine tolle, gesunde Erfrischung. Denn fermentierte Lebensmittel sind unglaublich gesund für den Darm.

Was brauche ich, um Kombucha zu brauen?

Für jeden Ansatz braucht ihr natürlich den SCOBY und etwa 200 ml Ansatzflüssigkeit. Abgesehen davon braucht ihr ein feines Sieb, einen großen Glasbehälter (etwa 1,5 L Volumen) und ein luftdurchlässiges Tuch, das ihr mit einem Haushaltsgummie am oberen Rand des Behälters befestigen könnt. Für jeden Ansatz braucht ihr außerdem Zucker und den Tee, der nach Geschmack variieren kann. Gut geeignet sind z.B. Grüntee, schwarzer Tee oder Früchtetee. Ideal sind hochwertige Bio-Tees, die ohne Aroma auskommen. Denn diese sind für den Kombuchapilz nicht gut.

Unser Grundrezept – So einfach geht’s:

Für das Grundrezept braucht ihr folgende Zutaten:

Für den Kombucha müssen wir insgesamt 1,3 Liter Tee kochen. Hierfür nehme wir 12 g Bio-Tee und kochen ihn mit 300 ml Wasser auf und lassen ihn 8 Minuten lang ziehen. Anschließend gießen wir die Teeblätter ab und füllen den konzentrierten Tee mit einem Liter Wasser auf. Den Tee in ein Gärgefäß füllen und den Zucker einrühren, bis dieser sich komplett aufgelöst hat. Von dem Zucker „ernährt“ sich der Kombuchapilz. Nach der Fermentation beinhaltet das Teegetränk also weitaus weniger Zucker!

Die Flüssigkeit sollte nur noch lauwarm sein, wenn ihr euren Pilz und die Ansatzflüssigkeit hinzu gebt, damit die lebenden Kulturen nicht sterben. Den Kombucha-Pilz und die Ansatzflüssigkeit nun zu dem gesüßten Tee geben. Mit Hilfe eines Haushaltsgummies das Gefäß mit einem luftdurchlässigen Tuch verschließen, denn der Kombucha braucht Sauerstoff.

Nun den Kombucha für 7-10 Tage an einem Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung fermentieren lassen. Je länger der Pilz im Tee ist, desto saurer wird das Getränk. Ich finde 7 Tage genau richtig, je nach Geschmack kann man es aber natürlich länger oder kürzer fermentieren. Mit einem sauberen Strohhalm kannst du ab und an probieren, ob dir der Kombucha schon schmeckt, oder er noch länger fermentieren soll.

Nach der gewünschten Zeit den Pilz herausholen und diesen unter fließendem Wasser abspülen. Den Tee durch ein feines Sieb geben. Nun können 100-200 ml des Getränks für den nächsten Ansatz genutzt werden und mit neuem gesüßtem Tee und dem Pilz fermentiert werden. Der Pilz wächst mit der Zeit und wird dicker. Wenn er sehr dick wird, kann man ihn auch teilen und in einem weiteren Glas einen zweiten Kombucha ansetzen.

Der Kombucha ist nun fertig und kann getrunken oder weiterverarbeitet werden. (Siehe unten: Die Zweitfermentation)

Wichtig: Das solltet ihr beachten!

  • Es sollten keine aromatisierten Tees verwendet werden, sondern nur 100% reiner, natürlicher Tee.
  • Der Kombuchapilz braucht Zimmertemperatur, das Gefäß zur Fermentation also nicht in den Kühlschrank stellen.
  • Der Kombuchapilz sollte keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, daher das Gefäß abdecken oder an einen lichtgeschützen Ort z.B. in den Schrank stellen.
  • Durch die Gasentwicklung „rutscht“ der Pilz manchmal nach oben an die Teeoberfläche. Am besten den Kombucha ab und an im Auge behalten und den Pilz wenn nötig wieder in den Tee drücken, damit er an der Oberfläche nicht austrocknet. Kleine Blässchen sind aber auf jeden Fall ein gutes Zeichen und zeigen, dass die Gärung stattfindet.

Die Zweitfermentation: Für Kohlensäure und mehr Abwechslung

Nachdem du deinen ersten Kombucha hergestellt hast kannst du diesen direkt genießen oder aber in einer zweiten Fermentation (auch F2 genannt) noch verfeinern. Durch die Zugabe von frischen Früchten, Kräutern und Gewürzen kannst du bestimmte leckere Geschmäcker und mehr Kohlensäure erreichen.

Die zweite Fermentation sollte 3-5 Tage dauern. Hierzu einfach den fertigen Kombucha in verschließbare Behälter geben und Obst und Kräuter deiner Wahl hinzugeben. Unser aktueller Favorit ist Kombucha mit Mango und Ingwer, aber man kann hier kreativ werden und alles mögliche ausprobieren. Die Glasbehälter sollten verschlossen werden, da sich Kohlensäure bildet sollte man aber hin und wieder etwas Luft ablassen, damit nicht zu viel Druck entsteht.

Im Blog haben wir auch ein Rezept für zwei leckere Kombucha-Drinks, die in einer F2 noch verfeinert wurden: www.simply-vegan.org/2016/08/21/erfrischende-kombucha-drinks/

Kombucha-Pause: So lagerst du deinen SCOBY

Wenn du mal eine Zeit lang keine Lust auf Kombucha hast oder eine Pause einlegen möchtest, ist das überhaupt kein Problem. Der SCOBY kann in 200 ml Ansatzflüssigkeit im Kühlschrank gelagert werden. Durch die kalte Temperatur arbeitet der Pilz nur sehr langsam und kann so mehrere Wochen oder gar Monate gelagert werden. Wenn du anschließend wieder Lust hast Kombucha zu brauen kannst du ihn einfach bei Zimmertemperatur weiter verwenden.

Woher bekomme ich den Scoby und weiteres Kombucha-Zubehör?

Die Firma Fairment aus Berlin ist Deutschlands erste Bio- & Raw-Kombucha-Brauerei. Neben dem fertigen Kombucha in mehreren leckeren Sorten gibt’s im Shop ein tolles Starterkit, verschiedene Bio-Tees und Teepilze. Das Starterkit enthält alles, was man zum Herstellen von eigenem Kombucha braucht und ist ideal, wenn du auch damit starten möchtest. Mit dabei ist ein sehr vitaler Bio-Teepilz, Starter-Flüssigkeit (für bis zu 5 Liter Kombucha), ein 1,5 Liter Gärgefäß aus Glas und die Zutaten wie Bio-Zucker und Bio-Tee für den ersten Kombucha. Hier geht’s direkt zum Shop: https://shop.fairment.de/simply-vegan* Rezept, Tipps und eine ausführliche Anleitung sind natürlich auch dabei. Im Blog gibt’s außerdem sehr viele nützliche Informationen und Tipps zum Thema, also klickt mal rein, wenn ihr euch für Kombucha interessiert.

Rabattcode: 10% sparen bei deiner Bestellung im Online-Shop

Wenn du das Kombuchabrauen ausprobieren möchtest, kannst du mit unserem Rabattcode „simplyvegan10“* bei deiner Bestellung im Online-Shop 10% auf das gesamte Sortiment von Fairment sparen.

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Sebastian
Sebastian

Lebt seit 2012 vegan. Hat Kommunikationsdesign studiert und arbeitet als Packaging-Designer in Aachen. Liebt Sushi, Avocado, Tattoos und Netflix. Interessiert sich außerdem für Fotografie, Städtereisen, Konzerte und Street-Food-Festivals.

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