Wir lieben ja Tofu, doch gerade bei Nicht-Veganern hören wir immer wieder, dass er nicht gerade beliebt ist. Dabei hat der Geschmack von Tofu natürlich mit der Zubereitung und den richtigen Gewürzen zu tun und auch aus einem schlichten Naturtofu, der zugegeben pur recht langweilig schmeckt, kann man mit einer leckeren Marinade und kräftigen Gewürzen köstliche Rezepte zubereiten. Seid ihr bisher von Tofu noch nicht so wirklich überzeugt und wollt wissen, wie er richtig knusprig und gut gewürzt zubereitet wird? Oder seid ihr schon Team Tofu, aber probiert gerne Neues aus?

Dann ist dieses Rezept für knusprigen Tofu in koreanischer BBQ-Sauce mit Reis genau das Richtige für euch! In Köln in einem koreanischen Restaurant habe ich vor einiger Zeit super knusprigen, leckeren Tofu gegessen und wollte ihn unbedingt einmal ähnlich zubereiten. Beim googeln bin ich dann auf dieses Rezept von Rabbit and Wolves gestoßen. Diese Tofuzubereitung habe ich selber bis dahin noch nicht ausprobiert: Der Tofu wird zunächst gepresst, um das Wasser heraus zu bekommen und anschließend mit Salz in Stärke gewendet und angebraten. Dadurch ergibt sich beim Braten eine super knusprige Konsistenz.

Die pikante, koreanische Sauce aus Tomate, Reisessig, Sojasauce, Ingwer, Apfel und Gochujang (eine fermentierte Chilipaste) ist der perfekte Mix aus pikant, süß und säuerlich. Wer es generell eher weniger scharf mag, sollte die Chilipaste weglassen doer weniger verwenden. 🙂 Jetzt aber zum Rezept…

Zutaten für 4-6 Wraps (je nach Größe) 

Für den Tofu

  • 600 g Naturtofu
  • 4 TL Salz
  • 120 g Maisstärke
  • Rapsöl zum Anbraten

Für die BBQ-Sauce

  • 185 ml passierte Tomaten
  • 90 ml Reisessig
  • 90 ml Sojasauce
  • 3 EL Reissirup
  • 1 ½ EL Gochujang (Chilipaste)
  • 1 Apfel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 ½ EL Sesam

Außerdem

  • 250 g Reis
  • 2 Frühlignszwiebeln
  • etwas Sesam zum Anrichten

Zubereitung (30 Minuten + Kochzeit)

Zuerst wird der Tofu für das Rezept vorbereitet. Damit dieser möglichst viel Wasser verliert wird er mit Salz eingerieben und gepresst. Die Tofubläcke auf einen großen Teller legen und 3 TL Salz dazu geben. Die Tofublöcke mit dem Salz gleichmäßig einreiben. Diese dann in ein Küchentuch einschlagen und auf einen Teller legen. Nun einen zweiten Teller auf die Blöcke stellen und beschweren. Wir nehmen dazu ein paar Konserven. So sollte der Tofu nun 10-15 Minuten lang gepresst werden. Je länger der Tofu gepresst wird, desto mehr Wasser verliert er natürlich. Daher stellen wir das Ganze auch gerne über nacht in den Kühlschrank.

In den Zwischenzeit kann die koreanische BBQ-Sauce zubereitet werden. Hierfür in einer Schale die passierten Tomaten, Reisessig, Sojasauce, Reissirup und Gochujang gleichmäßig vermischen. Den Apfel vierteln und das Kerngehäuse herausschneiden. Diesen dann sehr fein hacken. Knoblauchzehen und Ingwer schälen und beides ebenfalls fein hacken. Gehackte Äpfel, Knoblauch und Ingwer gemeinsam mit dem Sesam zur Sauce geben und verrühren. Die Sauce für später zur Seite stellen.

Reis in ausreichend kochendes Wasser geben und nach Packungsanweisung 15-20 Minuten lang kochen. In der Zwischenzeit den Tofu aus dem Küchentuch auswickeln und in Würfel schneiden. Tofuwürfel mit 1 TL Salz und der Stärke in eine Schüssel geben und gut vermischen, sodass die Stärke die Tofuwürfel gleichmäßig ummantelt. In einer großen Pfanne Rapsöl erhitzen und die Tofuwürfel darin ca. 10 Minuten lang gleichmäßig von allen Seiten goldbraun ausbacken.

In einer zweiten Pfanne die Sauce kurz aufkochen und 1-2 Minuten lang auf niedriger Stufe köcheln lassen. Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden. Das restliche Kochwasser vom Reis abgießen und diesen auf vier Teller verteilen. Den Tofu ebenfalls verteilen und die BBQ-Sauce darüber geben. Mit Frühlingszwiebeln und etwas Sesam bestreut servieren.

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